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Impressionen einer vielfältigen Stadt

Altes Rathaus - Foto: Stadtverwaltung IngelheimIngelheim am Rhein ist eine lebendige, moderne Stadt mit großer Geschichte und beeindruckenden historischen Zeitzeugnissen.

Die bis 1939 selbstständigen Gemeinden Nieder-Ingelheim mit Sporkenheim, Frei-Weinheim und Ober-Ingelheim sind mit einem neuen Zentrum zur Stadt Ingelheim am Rhein zusammengewachsen, die 26.000 Einwohner zählt. Großwinternheim, das sich südlich in die Weinberge des rheinhessischen Hügellandes schmiegt, ist seit 1972 ein Ingelheimer Stadtteil.

Die exponierte Lage am Rhein machte Ingelheim schon früh zu einem bevorzugten Siedlungsgebiet wie Faustkeilfunde zeigen. Auch die Römer hinterließen ihre Spuren, bevor die Franken das Gebiet vereinnahmten.

Ab dem 6. Jahrhundert war Ingelheim Reichsland mit einem großen merowingischen Königshof.

Der Entschluss Karls des Großen, eine prächtige Kaiserpfalz zu errichten, legte den Grundstein für die historische Bedeutsamkeit der folgenden Jahrhunderte. Bis zum 14. Jahrhundert war der „Ingelheimer Grund“ reichsunmittelbares Gebiet.

Nach der Verpfändung durch Karl IV. im Jahre 1375 begann eine 400-jährige Zugehörigkeit zur Kurpfalz bis Napoleon die linksrheinischen Lande besetzte.

Danach wurde das Ingelheimer Gebiet mit dem neu formierten „Rheinhessen“ Teil des Großherzogtums und späteren „Volksstaats“ Hessen-Darmstadt. Heute ist Ingelheim am Rhein eine große kreisangehörige Stadt in Rheinland-Pfalz und Sitz der Kreisverwaltung Mainz-Bingen.

Das heutige Ingelheim ist durch die Industrialisierung und die wirtschaftliche Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert geprägt. Die bäuerliche Struktur wandelte sich, da immer mehr Menschen ihren Lebensunterhalt als Industriearbeiter und Angestellte verdienten. Vor allem Nieder-Ingelheim entwickelte sich als Standort für Betriebe. Als größtes Unternehmen trägt das forschende Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim den Namen der Stadt in die ganze Welt.

Kultur erleben

02aula regia Veranstaltung - Foto: Stadtverwaltung Der prall gefüllte Veranstaltungskalender bietet zahlreiche kulturelle Veranstaltungen. Während der Sommer-Kultur-Wochen von Mai bis August präsentieren sich internationale Interpreten in den historischen Kulissen der beiden Open-Air-Bühnen. Großer Beliebtheit erfreuen sich auch die großen Volksfeste und die vielen Festivitäten in den Stadtteilen.

Internationale Tage Ingelheim

Die Internationalen Tage Ingelheim sind ein Kulturengagement von Boehringer Ingelheim. Das Festival mit seiner international beachteten Ausstellung im Alten Rathaus von Nieder-Ingelheim und einem bunten Begleitprogramm findet jährlich zwischen Mai und Juli statt.

Sehenswert und Liebenswert

Enthüllung Wasserbecken - Foto: Stadtverwaltung Wirtschaftlich aktiv und doch der Natur so nah, lädt die Stadt zum Kennenlernen ein. Ingelheim am Rhein hat viel Sehenswertes zu bieten. Liebevoll restaurierte historische Bauwerke, Kirchen und eine gute Infrastruktur, um alles stressfrei kennen lernen zu können. 

Die Menschen gelten als liebenswert, unkompliziert und lassen auch mal Fünf gerade sein. Geselligkeit wird zu allen Jahreszeiten groß geschrieben, natürlich auch in der so genannten „fünften Jahreszeit“, wenn Gott Jokus das Fastnachtszepter schwingt. 

Gerne sitzt man bei einem Glas Wein zusammen, ob im Zentrum oder in den Stadtteilen. Das milde Weinbauklima und die vielen Sonnentage lassen es zu, dass dies in der warmen Jahreszeit bevorzugt im Freien stattfindet. 

Vielfalt entdecken

Kirschblüte - Foto: Stadtverwaltung Die landschaftliche Lage ist überaus reizvoll und ungemein abwechslungsreich. So sollte man unbedingt den Sonnenuntergang auf der Uferpromenade genießen und bei einem Spaziergang das Landschaftsschutzgebiet Rheinauen entdecken. Gut ausgebaute Wander- und Radwege führen durch die Spargel und Obstfelder der Rheinebene und die sanft ansteigenden Hänge der Weinberge.

Jeder der Stadtteile hat seine ureigene geschichtliche Historie und Sehenswürdigkeiten. Die stillen Winkel der älteren Straßen mit den früheren Adelshöfen und den steinerneren Zeugen des Mittelalters stehen in einem reizvollen Kontrast zu den modernen Straßen, verkehrsberuhigten Zonen und Geschäftszentren.

Ein herrliches Fleckchen Erde

Ohrenbrücker Tor - Foto: Stadtverwaltung „Im Alter täte man gut, wie Karl der Große seine Residenz in einem solchen Dunstkreis zu fixieren“ meinte einst ein begeisterter Johann Wolfgang von Goethe bei einem Besuch in Ingelheim. 

Zu dieser Wertschätzung führten ganz sicherlich die herrliche Landschaft, aber auch die große Gastfreundschaft und das ausgeprägte rheinhessische Lebensgefühl. 

Damals wie heute macht es Spaß, gemütlich durch die Straßen mit den prägenden Hausfassaden aus gelbem Muschelkalkstein zu schlendern oder auf den Plätzen mit ihren Brunnen und den belebenden Wasserspielen zu verweilen.

Einblicke und Weitblicke

VonBohnemielche - Foto: Stadtverwaltung  den höher liegenden Teilen der Stadt hat man schöne Einblicke in die rheinhessische Umgebung und herrliche Ausblicke auf das Rheintal und den Rheingau am gegenüber liegenden Ufer des Rheins. Beeindruckend ist der Panoramablick vom Westerberg mit seinem Aussichtspunkt Bismarckturm.

Kreiselkunst

Interessante Blickwinkel bieten auch die Straßenkreisel. Individuell gestaltet, gleicht keiner dem anderen. Jeder Kreisel interpretiert in künstlerischer Umsetzung Themen der Historie oder der wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt.

Wege am Wasser und sanfte Hügel

Natur erleben

Herbst - Foto: Stadtverwaltung Genießen Sie die fast mystische Umgebung im Naturschutzgebiet Rheinauen, berauschen Sie sich im Frühjahr an der verschwenderischen Fülle der Obstbaumblüten eines der größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Deutschlands, freuen Sie sich über die Tier- und Pflanzenvielfalt der Naturrefugien und tauchen Sie ein in die rebenbestandenen Hänge.

Wandern

Der Rheinhöhenweg von Mainz nach Bonn und elf landschaftlich sehr reizvolle Wanderwege rund um Ingelheim bieten faszinierende Weitblicke auf die wunderschöne Landschaft und interessante Begegnungen mit der Flora und Fauna der Region.

Erlebnisbad Rheinwelle oder Freibad

Freibad - Foto: StadtverwaltungDie Wellnessoase „Rheinwelle“ liegt mitten in den Obstfeldern. Die Erlebnis-Wasserwelt wird ergänzt durch fünf unterschiedliche Saunen, einem Dampfbad, dem ganzjährig geöffneten Außen-Natur-Badeteich sowie einem Wellness-Massage-Bereich. Während der Sommersaison ist zusätzlich das städtische Freibad „Im Blumengarten“ geöffnet.

Spielpark am Ikasee im Blumengarten

Spielplatz, Bolzplatz, Barfußpfad, Liegewiese, Grillplatz und der Rundweg um den See bieten Freizeitaktivitäten für die ganze Familie. Über einen vorgebauten Steg kann man die Wasservögel, Frösche oder Libellen beobachten. Nur baden kann man hier leider nicht - den Tieren zuliebe.

Fahrradfreundliche Stadt

Fahrradwerkstadt - Foto: StadtverwaltungGanz wie es Ihnen gefällt und für jeden das Richtige. Bequeme Fahrradwege entlang des Rheins oder der Selz gehören zum gut ausgebauten Radwegenetz. Wer es sportlicher mag, kann auf den Westerberg fahren und dort den Weitblick genießen.

Im Stadtgebiet verfügen viele Straßen über eigene Fahrradwege.

Am Bahnhof bietet ein großes Fahrrad-Parkhaus die ideale Möglichkeit zum P+R (Park and Rail). Auch das historische Ingelheim kann man per Fahrrad entdecken. Zum Angebot der Tourist-Information gehören geführte Fahrradtouren durch die Stadtteile und das Areal der Kaiserpfalz.

Fahrrad-Verweil-Stationen mit Pannen-SOS

An den Schnittpunkten der regionalen und überregionalen Fahrradwege finden Sie Plätze zum Verweilen mit Informationstafeln und pfiffigen Fahrrad-Reparatur-Werkstätten für kleinere Fahrrad-Pannen.

Landessieger Radfahr-Wettbewerb

Ingelheim am Rhein ist Sieger im Landeswettbewerb „Fahrradfreundliche Gemeinde in Rheinland-Pfalz 2010“. Dieser Wettbewerb zeichnet vorbildliche Maßnahmen, Initiativen und Konzepte aus, die das Radfahren attraktiver machen.

Im Pulsschlag der Geschichte

Aula Regia - Foto: StadtverwaltungIm europäischen Mittelalter gingen von Nieder-Ingelheim mit seiner Kaiserpfalz nachhaltige Impulse in das damalige Abendland. Während in der Folgezeit diese Bedeutung nachließ, entwickelte sich Ober-Ingelheim immer stärker. Hier und im kleineren Großwinternheim hatten die ursprünglich mit der Verwaltung der Pfalz beauftragten Ingelheimer Adligen ihre Höfe. Ober-Ingelheim und Großwinternheim wurden freie Reichsdörfer mit Wehrmauern. Die Burgkirche in Ober-Ingelheim wurde zusätzlich mit einer doppelten Wehrmauer befestigt. Ober-Ingelheim hatte weniger unter den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges und dem pfälzischen Erbfolgekrieg zu leiden, als die anderen Stadtteile und konnte sich beachtliche steinerne Zeitzeugnisse aus jener Zeit erhalten.

Durch alle Stadtteile führen gut dokumentierte und beschilderte „Historische Rundgänge“. Prospekte hierzu sind in der Tourist-Information und im Besucherzentrum an der Kaiserpfalz zu erhalten.

Burgkirche

Burgkirche - Foto: StadtverwaltungSie ist eine der am besten erhaltenen Wehrkirchen Deutschlands und Kern der Ober-Ingelheimer Verteidigungsanlage. Die Außengestalt spiegelt die Erweiterungen wider - von der frühen Romanik bis zur späten Gotik. Im kostbar ausgestatteten Innenraum beeindrucken die spätgotischen Gewölbe, die farbenprächtigen Glasfenster und die Stumm-Orgel aus dem 18. Jh. mit reichem Schnitzwerk. Teil der imposanten Befestigungen sind die ringsum begehbare Wehrmauer, der Malakoffturm mit Bodenverlies und der Zwinger.

Ober-Ingelheimer Tore und Türme

Uffhubtor, Ohrenbrücker Tor, Stiegelgässer Tor, Malakoffturm und mehrere Wehrtürme sind Relikte der gut erhaltenen mittelalterlichen Ortsumwehrung mit ursprünglich 7 Toren und 16 Türmen.

Großwinternheim

Selztaldom - Foto: StadtverwaltungNoch heute zeugen die repräsentativen Gutshöfe vom Wohlstand der mittelalterlichen Adelsgeschlechter. Architektonisch interessant ist auch die volkstümlich „Selztaldom“ genannte ev. Kirche aus der Neuzeit. 

Frei-Weinheim und Sporkenheim

Mit dem Bau der Kaiserpfalz wuchs die Bedeutung des Hafen- und Fischerortes Frei-Weinheim. Seit dem Mittelalter ist eine Rheinfähre nachgewiesen. Der kleinste Stadtteil Sporkenheim ist heute noch von ausgedehnten Spargel- und Obstfeldern umgeben.

Johanna von Ingelheim, die „Päpstin“

Historisch nicht eindeutig belegt ist die Titelfigur des Romans und Kinofilms, doch der Bestseller hat Ingelheim in besonderer Weise bekannt gemacht.

Sebastian Münster

Sebastian Münster - Foto: StadtverwaltungDer Universalgelehrte Sebastian Münster, 1488 in Nieder-Ingelheim geboren, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Er lehrte seit 1529 als Professor in Basel und machte sich im Laufe seines Lebens einen Namen als bedeutender Hebraist (hebräischer Sprachwissenschaftler). In die Geschichte ist Münster als Geograph und Verfasser eines umfangreichen populären Werkes eingegangen: der »Cosmographia«. Diese zählte zu den begehrtesten Büchern des 16. Jahrhunderts. Sebastian Münster starb am 26. Mai 1552 in Basel an der Pest. Sein Andenken wurde lange Zeit durch sein Bildnis auf dem vorletzten Hundertmark-Schein wach gehalten. Das Museum bei der Kaiserpfalz besitzt eine umfangreiche Sammlung von Publikationen Sebastian Münsters, ebenso Portraits von ihm.

Die Kaiserpfalz Karls des Großen

Die Kaiserpfalz im Mittelalter

Heidesheimer Tor - Foto: StadtverwaltungDie Ingelheimer Kaiserpfalz wurde am Ende des 8. Jahrhunderts von Karl dem Großen als Palastanlage erbaut. Sie diente ihm und insgesamt 17 weiteren mittelalterlichen Herrschern als Regierungsort. Im Mittelalter wurde das Reich nicht von einer Hauptstadt oder festen Residenz aus regiert, sondern die Herrscher reisten permanent durchs Land. 

Die Pfalzen waren für sie nicht nur Unterkunft, sondern vor allem repräsentative Orte zur Ausübung ihrer Macht. Die Ingelheimer Pfalz nahm dabei eine besondere Stellung ein. Karls Biograf Einhard beschrieb sie als „prächtigste Pfalz neben Aachen und Nimwegen“. Einzigartig war ihre Architektur, bei der Karl der Große sich von römisch-antiken Villen und Palästen inspirieren ließ. Damit unterstrich er, dass er sich in der Tradition der großen römischen Herrscher sah.

Die Ingelheimer Pfalz war Schauplatz zahlreicher Reichsversammlungen und Synoden mit hohen weltlichen und kirchlichen Repräsentanten. Es fanden Gerichtsprozesse, feierliche Festtagskrönungen, Taufen, Hochzeiten und Abdankungen statt. Unter den Ottonen im 10. und frühen 11. Jahrhundert erlebte die Pfalz ihren Höhepunkt als bevorzugter Aufenthalts- und Versammlungsort. Nie zuvor oder danach residierten Herrscher hier so häufig. In dieser Zeit wurde im Zuge aufwändiger Renovierungen die Saalkirche gebaut, in der prachtvolle Kirchenfeste gefeiert wurden.

Im 12. Jahrhundert veränderte sich das Erscheinungsbild der Pfalz erheblich: Die Staufer verwandelten den repräsentativen, offen gestalteten Gebäudekomplex in eine burgartig befestigte Anlage. Eine Wehrmauer, Wehrtürme und ein wassergefüllter Burggraben sollten die Pfalz vor Angriffen schützen und damit die staufische Territorialpolitik sichern.

Die Kaiserpfalz heute

Im Spätmittelalter und in der Neuzeit führten Raubbau, Verfall und Überbauung zum heutigen Erscheinungsbild einer Ruine inmitten eines eng bebauten Wohngebietes. Dank der über 100-jährigen archäologischen Forschung ist die Ingelheimer Kaiserpfalz heute eine der am besten erforschten Pfalzen des frühen Mittelalters.

Die Denkmalzone wurde aufwändig touristisch erschlossen. Sie kann auf eigene Faust entlang des „Historischen Rundwegs“ oder in Begleitung eines Stadtführers bei einer öffentlichen oder gebuchten Führung erkundet werden. Informationstafeln und Computerterminals informieren an vielen Stellen im Gelände über die wechselvolle Geschichte der Kaiserpfalz. Individuelle Rundgänge sind besonders informativ mit dem multimedialen eGuide, der den Besucher mit GPS-Navigation zielsicher zu allen historisch interessanten Sehenswürdigkeiten navigiert. 

Besucherzentrum und Museum bei der Kaiserpfalz

Veranstaltung in der Aula Regia - Foto: StadtverwaltungAn den Monitoren im Besucherzentrum macht eine digitale Rekonstruktion die Ausmaße und die prächtige Ausgestaltung der Pfalz fotorealistisch erlebbar. Der Kaiserpfalz-Film ermöglicht spannende Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftler vor Ort. Darüber hinaus zeugen ausgestellte archäologische Funde vom Leben und Luxus in der Pfalz. Herausragende Bedeutung unter den Exponaten besitzt die weltweit einzige Goldmünze mit dem Kaiserbild Karls des Großen. Sie wurde 1996 bei Kaiserpfalzgrabungen gefunden.

Das Museum präsentiert außerdem sehenswerte Exponate zu weiteren Epochen der Ingelheimer Geschichte und interessante Sonderausstellungen.

Die Rotweinstadt

Gasthaus - Foto: StadtverwaltungIn der Stadt findet man viele Bezugspunkte zum Wein: Weinreben, die sich über Straßen oder an Hauswänden empor winden, geschnitzte oder geschmiedete Verzierungen an den Häusern und einladend gestaltete Weingüter.

Bereits Karl der Große erkannte, dass die Bodenbeschaffenheit, das milde Klima und die vielen Sonnentage um seine Ingelheimer Kaiserpfalz besonders gute Weine wachsen lassen und er verfügte den Anbau der Burgunderrebe.

Seit dieser Zeit ist Ingelheim am Rhein für seine hervorragenden Burgunder so berühmt, dass das Lob „Die Rotweinstadt“ untrennbar mit der Stadt verbunden ist. Überwiegend ist dieses Attribut mit dem anspruchsvollen Spätburgunder verbunden. Aber auch der Frühburgunder erfreut sich stetig steigender Beliebtheit. Zum Rotweinsortiment der Winzer gehören natürlich auch Dornfelder, Portugieser und weitere Sorten.

Auch Weißweinliebhaber kommen in Ingelheim am Rhein voll auf ihre Kosten, sind doch Böden und Klima ideal für kräftige Rieslinge, elegante Weiß- und Grauburgunder, körperreiche Chardonnays, frischfruchtige Silvaner oder bukettreiche Rivaner, um hier nur die Hauptsorten zu nennen. Zum Angebot gehören auch der nach der traditionellen Methode erzeugte Winzersekt sowie Winzerbrände oder Weingelee. Die Weingüter bieten in ihren Vinotheken Weinverkostungen an oder betreiben einen Gutsausschank. 

An Wochenenden im Frühjahr und Sommer laden die Winzer zu den beliebten Weinhöfefesten ein.

Ingelheimer Rotweinfest

Rotweinfest - Foto: StadtverwaltungAlljährlich zur Zeit der Weinernte treffen sich Tausende aus nah und fern zum großen neuntägigen Rotweinfest auf dem Gelände der Burgkirche, deren abendliche Illumination eine zauberhafte Kulisse bietet.

An den Probierständen der Weingüter verkosten die Besucher des größten Stadtfestes die hervorragenden Weine und fachsimpeln über ihre persönlichen roten und weißen Weinfavoriten und Sekte. Auch der neue Wein des Jahres, der noch nicht durchgegorene „Rote Rauscher“ oder der „Federweiße“ steht bereit und findet viele Freunde. Neben der Weinromantik bietet ein attraktiver Vergnügungspark Abwechslung mit vielen Sonderaktionen für die Jüngsten.

Rotweinkönigin und Hofstaat

Rotweinfest - Foto: Edgar DaudistelDie Rotweinkönigin ist die höchste Repräsentantin des Ingelheimer Weines. Mit ihren Prinzessinnen wirbt sie national und international für Weingenuss aus Ingelheim.

Ingelheimer Weinmeile

Ein Erlebnispfad, der über Wein, aber auch die Obstkulturen und die Natur in Ingelheim informiert. Der Startpunkt ist im Hornweg. Von dort führt der Rundweg 2,4 km lang durch die Weinberge und Obstfelder von Ober-Ingelheim und vermittelt Wissenswertes und Interessantes.

Unsere Zukunft hat Geschichte

Boehringer Ingelheim: Erfolg durch Tradition und Innovation

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim wurde 1885 von Albert Boehringer in Nieder-Ingelheim gegründet und befindet sich seit seinem Ursprung in Familienbesitz. Heute rangiert Boehringer Ingelheim mit eigenen Forschungs-, Produktions- und Vertriebseinrichtungen unter den 15 größten Pharmafirmen der Welt. Dank intensiver, innovativer Forschungsarbeit hat sich der Arzneimittelhersteller stetig weiterentwickelt, dabei jedoch nicht seine Wurzeln und seine Kultur als Familienunternehmen aus den Augen verloren. Der Stammsitz des Unternehmens sowie die internationale Zentrale liegen in Ingelheim am Rhein. Von hier gehen die Konzeption und Koordination der Unternehmensstrategien und -aktivitäten aus.

Ein „Global Player“ mit deutschen Wurzeln

Mit 142 Gesellschaften auf allen Kontinenten ist Boehringer Ingelheim weltweit das größte pharmazeutische Unternehmen in Familienbesitz. Die internationale Ausrichtung des Unternehmensverbandes wird auch an der Gesamtzahl der Beschäftigten deutlich: Mehr als 41.500 Mitarbeiter sind für das Unternehmen rund um den Globus tätig, 11.400 davon am Standort Deutschland.

Am Stammsitz in Ingelheim, dem größten der drei deutschen Standorte, arbeiten mehr als 6.500 Mitarbeiter. Hier werden unter anderem Arzneimittel und Wirkstoffe für den Weltmarkt hergestellt. Dazu hat Boehringer Ingelheim im Jahr 2003 eine Anlage zur Herstellung von Pharma-Wirkstoffen für den weltweiten Unternehmensverband fertig gestellt - mit 180 Millionen Euro eine der bisher größten Einzelinvestitionen des Unternehmens.

In Ingelheim lässt es sich gut leben

Fast ebenso bekannt wie der Ingelheimer Wein sind der Ingelheimer Spargel und die Fülle der Obstsorten, die auf den ausgedehnten Feldern wachsen. Ingelheim hat ein besonders günstiges Klima. Geringe Niederschläge und viele Sonnentage mit hohen Durchschnittstemperaturen bieten ein hervorragendes Wachstums- und Reifeumfeld. Beeindruckend ist im Frühling der geradezu verschwenderische Blütenzauber, wenn die Obstfelder mit Kirschen, Äpfeln, Aprikosen, Zwetschgen, Birnen, Mirabellen in voller Blüte stehen und sogar Feigen den Sommer über heranreifen.

Der Erntesegen wird im Frühjahr von dem Ingelheimer Spargel eröffnet, der auf 120 ha angebaut und von Kennern wegen seines guten Geschmacks geschätzt wird.

Die VOG Ingelheim - 100 Jahre Tradition

Kerze - Foto: Edgar DaudistelMehr als 1.500 Mitglieder der Region Ingelheim liefern ihre Obst- und Spargelerträge zur Vereinigten Obst-Genossenschaft als zentrale Vermarktungsstelle. Der Ingelheimer Großmarkt ist der führende deutsche Süß- und Sauerkirschenvermarkter mit der einzigen deutschen Kirschenbörse und inzwischen auch Deutschlands letzter Obstversteigerer. Mit 2.000 Tonnen Mirabellen ist die VOG auch bei dieser Obstsorte der größte nationale Anbieter. Beeindruckend ist die hochmoderne Kernobstsortieranlage mit vollautomatischer Qualitätssicherung, die pro Stunde 10 Tonnen Äpfel nach Handelsklassen sortieren kann. 

In der Verkaufsstelle der VOG können auch Privatpersonen einkaufen.

Auskünfte und Informationen

Tourist-Information Ingelheim am Rhein
Rathaus • Neuer Markt 1
55218 Ingelheim am Rhein

Telefon: 0 61 32 / 782-216 und 782-299
Telefax: 0 61 32 / 782-224

Email: touristinformation(at)ingelheim.de

 

Besucherzentrum und Museum bei der Kaiserpfalz
François-Lachenal-Platz 5
55218 Ingelheim am Rhein

Telefon: 0 61 32 / 71 47 01
Telefax: 0 61 32 / 71 47 07

Email: info-museum(at)ingelheim.de